Heuschnupfen / Allergie

Im Frühling/Sommer beginnt für viele Heuschnupfen-Geplagte wieder eine Leidenszeit.

 

Beim Heuschnupfen handelt es sich um eine Allergie auf Pollen. Die Auslöser sind Pollen von Bäumen oder Gräsern.

Der Körper reagiert auf die Eiweisse in den Pollen mit einer übertriebenen Immunantwort und löst dadurch eine Kettenreaktion des Immunsystems aus. Am Ende wird das Gewebehormon Histamin freigesetzt und löst die typischen Heuschnupfen-Symptome aus.

Symptome von Heuschnupfen

Augen: Konjunktivitis mit starkem Brennen, Jucken, Anschwellen, Photophobie

Nase: geschwollene Schleimhäute, mit Jucken, Kitzeln, Brennen mit Niesen und Atemstörungen

Rachen: Jucken, geschwollene Schleimhäute

Ohren: Kitzeln, Jucken

Bronchien: Husten bis mittlerer oder schwerer Atemnot (Asthma)

Allgemeinbefinden: Schwäche, Lustlosigkeit, Apathie bis Depression, Gereiztheit

Klassische Homöopathie

Mit der klassischen Homöopathie wird die Funktion des Immunsystems ausgeglichen und somit wird die übertriebene Sensibilität auf Fremdeiweisse vermindert.

 

Die beste Zeit für eine homöopathische Behandlung ist die symptomfreie Zeit (Sommer bis Winter). In dieser Zeit erfolgt eine sogenannte Konstitutionstherapie. Das heisst der Patient erhält ein Arzneimittel, welches sowohl körperliche Symptome, wie auch geistige und psychische Eigenschaften berücksichtigt.

In der Regel braucht es 3-4 Saisons bis ein Heuschnupfen ganz weg ist. Es sollte jedoch schon in der ersten Saison eine deutliche Besserung spürbar sein.

 

Bei akuten Beschwerden im Frühling wird eine sogenannte Akut-Therapie durchgeführt. Hier kommt ein Arzneimittel zum Einsatz, welches die aktuellen Symptome beeinflusst, jedoch unter Umständen nicht zu einer Reduktion der Allergiebereitschaft führt, weil es zu wenig tiefwirkend ist.

Begleitende Massnahmen

- Haare abends waschen

- Kleider täglich wechseln, getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer aufbewahren

- Zimmers am frühen Morgen lüften, je später der Tag umso höher die Pollenbelastung

- Pollengitter montieren

- Wäsche nicht im Freien trocknen

- Sonnenbrille tragen

Nasenbeschwerden

- Morgens und abends Nasendusche mit Kochsalzlösung (1 TL Salz auf 5dl Wasser)

-Tagsüber Nase befeuchten mit Meerwasserspray

- Wunde Nasenlöcher mit Calendula-Salbe pflegen

Augenbeschwerden

- Kühle Wickel mit in kaltem Wasser getränkten Wattepads oder mit speziellen Augen Cold-pack

- Augentropfen z.B. Omida Euphrasia Monodosen

Ernährung

- Akute Allergiker sollten folgende Nahrungsmittel meiden:

- Milch (auch Käse, Quark), Ziegen oder Schafsmilch

- Raffinierten Zucker, Softgetränke, Schokolade

- Rohes Getreide (Müesli)

- Tierisches Eiweiss reduzieren (Fleisch)

- Histamin haltige Lebensmittel (Meeresfrüchte, Schweinefleisch, Hase, Kaninchen, Sardinen)

- Schleimbildende Lebensmittel: Banane, Milchprodukte

- Viel Gemüse und Früchte (Vitamine), viel roh essen